traumaVITA

Information und Sensibilisierung für den Umgang mit Traumafolgen, bevor diese chronifizieren

Alle Menschen machen im Laufe ihres Lebens potentiell traumatisierende Erfahrungen, das lässt sich nicht verhindern. Komplikationen bereits vor oder während der Geburt, lebensbedrohliche Erkrankungen, Unfälle oder der Verlust geliebter Menschen, um nur Beispiele zu nennen. Ob daraus jedoch eine lebenslängliche Einschränkung bis hin zu krankheitswertiger Störung wird, hängt von weiteren Faktoren ab: Zum einen von den Umständen, unter denen das traumatische Ereignis stattfindet und zum anderen davon, welches Wissen über Trauma und die Folgen und welche Ressourcen im Umgang damit den Betroffenen zur Verfügung stehen. Je lebensgeschichtlich früher das traumatisierende Ereignis stattfindet, desto schwieriger sind die oft viel später auftretenden Folgen zuzuordnen. Traumafolgen vorzubeugen, die schon in Ereignissen  vor dem Erreichen der Sprachreife wurzeln (frühes Bindungstrauma), sind daher unser Anliegen.

Die praktische Umsetzung erfolgt über das Projekt TrauMaTRIX. Zu diesem Zweck haben wir mit dem Forum Prävention, Bozen und dem Kinderdorf Vorarlberg/Netzwerk Familie die „ARGE Traumafolgenprävention“ gegründet. Das gemeinsame Ziel besteht darin, praktisches und theoretisches Wissen über Traumafolgen mit dem Schwerpunkt früher Bindungstraumatisierung so aufzubereiten, dass die PraktikerInnen in den Bereichen der Prävention und der Frühen Hilfen dieses Wissen in ihrer täglichen Arbeit anwenden und an die unterschiedlichen, direkten Zielgruppen weitervermitteln können. Über diesen Ansatz der praktischen, zielgruppengerechten Umsetzung ist Nachhaltigkeit bestmöglich gewährleistet. Unser Beitrag ist, das aus der Erfahrung heraus bereits oft implizit angewendete Traumawissen explizit zu machen. Wir ergänzen mit aktuellen Forschungsergebnissen und spezifischen Ressourcen-, Stabilisierungs-, und Reorientierungstechniken im Umgang mit Traumafolgen. Dabei bemühen wir uns um Traumasensibilität in Sprache, Inhalt und auch in der Form der Vermittlung.