Harald Schickedanz | 9. und 10. September

Trauma, Dissoziation und Sucht

für TraumatherapeutInnen und -behandlerInnen


Wer Drogen spritzt, Medikamente missbraucht oder schädliche Mengen von Alkohol regelmäßig konsumiert, tut dies nicht, um an AIDS zu erkranken, früher dement zu werden oder sein wichtigstes Verdauungsorgan zu ruinieren, sondern in der Regel um schlechte Gefühle erträglicher zu machen.

Menschen mit Traumafolgestörungen leiden sehr häufig unter einer ausgeprägten körperlichen und sozialen Komorbidität, die mit stofflichen und nichtstofflichen Suchterkrankungen einhergehen.

Im ersten Teil des 2-tägigen Seminars beschäftigen wir uns mit verschiedenen stofflichen und nicht stofflichen Süchten, mit denen wir bei unseren komplex traumatisierten und hoch dissoziativen Patienten konfrontiert sind. Zu nennen wären hier Alkohol, Drogen und Medikamente. Bedeutsam sind ebenso alle Suchtformen rund um Essen, Selbstverletzung oder schädliche Formen von Sexualität.

Nicht stoffliche Süchte wie Medienkonsum, Spiel- oder Arbeitssucht werden ebenfalls thematisiert und mit Fallbeispielen unterlegt.

Im zweiten Teil des Seminars diskutieren wir Behandlungsstrategien der Psychotraumatologie wie Phasenorientierung, Bindungsorientierung und Prozessorientierung – konkret bezogen auf die Suchtkomorbidität, an der viele vor allem chronisch traumatisierte Menschen leiden.

 

Dr. med. Harald Schickedanz ist Facharzt für innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Sportmediziner, Krankenhaus-Betriebswirt und Traumatherapeut. Er leitet die psychotherapeutische Klinik Hüttenbühl in Bad Dürrheim und interessiert sich für Wachstum und Heilprozesse im biologischen, seelischen und sozialen Bereich.

 

Diese Veranstaltung ist vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung gemäß § 33 Psychologengesetz 2013 mit 16 Einheiten anerkannt.

 

Seminarzeiten: 1. Tag 10:00 –18:00, 2. Tag 9:00 – 17:00

Seminargebühr: 450,– Euro (Frühbucherbonus: 420,– Euro, bis 31 .5. 2022)

 


 Schwerpunktseminare | Seminarbeitrag 450 Euro | office@unum.institute