„.. Do klingelt’s im Ballon! ..“

09. Dezember 2020 | Mag. Christian Tuma| 19 Uhr

 

Deutlich sachlicher als in der obigen Äußerung eines (mittlerweile leider verstorbenen) Patienten sollen

  • ein einleitender Überblick über die Wirkweise illegalisierter, aber auch legaler Substanzen, wie Medikamente und Alkohol, vermittelt und
  • praxisbezogene Zugänge zu Betroffenen sowie Behandlungsmöglichkeiten skizziert werden.

Welche Alltagshilfen gibt es? Welche in Krisen? Welche für Angehörige? Welche Perspektiven?

Ein kurzes Handout mit Anlaufstellen ist zusätzlich vorgesehen.

 

Christian Tuma

Ich habe zunächst Volkswirtschaft studiert und als Angestellter gearbeitet. Parallel dazu und danach habe ich noch eine Sozialarbeiterausbildung absolviert. Gleich von Beginn meiner Sozialarbeitspraxis weg war ich in der Drogen- und Alkoholtherapie in Wien tätig, aber auch – wegen meines Grundstudiums – im Aufbau von Therapiewerkstätten und von Beschäftigungsmöglichkeiten für diese Zielgruppe. Später habe ich dann noch einige Zusatzausbildungen gemacht (Supervision und Beratung, Trainerausbildung, usw..). Die Suchtarbeit habe ich eigentlich sozusagen „von der Pike auf“ gelernt.

Etwa Mitte der 1990er-Jahre gründete ich mit Kolleg*innen die Wiener Berufsbörse – eine Beratungs- und Betreuungseinrichtung mit der Aufgabe, suchtbelasteten Menschen den beruflichen Wiedereinstieg zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Dort werden Personen mit jeglichen Abhängigkeiten (und Zusatzbelastungen) betreut. Längere Zeit war ich dort in der Beratung, der Geschäftsführung und vor allem in der Entwicklung geeigneter Zusatzprojekte tätig. Mittlerweile bin ich im Vorstand dieser Einrichtung, ebenso wie auch in einer anderen „einschlägigen“ Organisation (Verein der österreichischen Drogenfachleute/ÖVDF). Unter anderem war ich davor auch Mitglied des Wiener Drogenbeirates und habe zeitweise auch in der Drogenkoordination Wien mitarbeiten dürfen.

Seit 2003 unterrichte ich auch an verschiedenen Fachhochschulen für Sozialarbeit, hauptsächlich aber in St. Pölten. Langjährig von mir dort unterrichtete Fächer umfassen Wirtschafts- und sozialpolitische Gebiete, aber eben auch Sucht- und Drogenarbeit (Drogen, Alkohol, Medikamente). Zu diesen Themen halte ich auch Vorträge und Seminare in freier Praxis ab.

Als Praktiker halte ich es für am wichtigsten, nicht zu „schubladisieren“, förderliche Rahmenbedingungen für die Personengruppe(n) zu schaffen und zu erhalten, sowie jeden betroffenen Menschen individuell bei seiner/ihrer Entwicklung zu unterstützen.

 

Vortragsreihe „Wissen schaffen – Wissen leben“ | 19:00 | Unkostenbeitrag 15 Euro