Gewalt (und sexuelle Ausbeutung) in Familien, Gesellschaft und Medien

12. Jänner 2021 | Lutz-Ulrich Besser | 19:00 Uhr

 

Die Psychotherapie hat durch neue Erkenntnisse der Neurobiologie, der Stress- und Bindungsforschung große Fortschritte gemacht und darauf aufbauend können Menschen mit Traumafolgestörungen durch moderne Traumatherapie effektiver behandelt werden. Zeitgleich wird das Ausmaß an traumatisierender innerfamiliärer Gewalt und an gesellschaftlich unverändert oft ausgeblendeter und bagatellisierter bzw. hingenommener sexueller Ausbeutung immer deutlicher. Es bedarf daher seitens der Therapeuten, der Pädagogen, der Mediziner, der Justiz und der Politik erhebliche Anstrengungen mit klarem Blick und konsequenter Haltung, diesen gesellschaftlichen Massenphänomen entgegen zu treten und dadurch auch präventiv wirksam zu werden. Dieser zweistündige Vortrag soll informativ und aufklärend dazu beitragen.

Die Macht der Täter entspringt der lähmenden Angst und der Scham der Opfer, dem Wegschauen der Mitwissenden, sowie den patriarchalischen und kapitalistischen Strukturen unserer Gesellschaft.

 

 

Lutz-Ulrich Besser
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugend-Psychiater, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Leiter des ZPTN – Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen

 

Vortragsreihe „Wissen schaffen – Wissen leben“ | 19:00 | Unkostenbeitrag 15 Euro