Gudrun Büchler

Schreiben ist die mir natürlichste Form des Ausdrucks meines Innenlebens und meiner Wahrnehmung der Welt. Immer schon kritzelte ich mehr, als ich malte, und als ich dann die Buchstaben in den Griff bekam und die Grammatik, schrieb ich kleine Geschichten, später pubertäre Lyrik und danach Werbetexte. Unterschiedlichste Formen je nach Laune, Zeit und Anforderung – Schreiben jedoch immer als der rote Faden, mir tatsächlich auch persönlicher Ariadnefaden:  Oft war es die Liebe dazu, die mir half, schwierige Lebensentscheidungen zu treffen oder aus Lebenskrisen schreibend wieder zurückzufinden in die eigene Spur.

Und immer schon interessierte mich Unausgesprochenes, auch manchmal scheinbar Unaussprechliches; so schreibe ich über blinde Flecken, kleine und große, über Tabus und über Menschen, durch literarische Figuren repräsentiert, die keine allgemein gültige Sprache haben. Weil sie die vielleicht nie erworben haben oder bereits wieder vergessen, weil sie in fremder Sprache gefangen sind oder in tief zugrunde liegendem Schock.

Bis 2004 war ich in den Bereichen Marketing und Vertrieb tätig, verließ die Wirtschaft jedoch, um mich dem Schreiben zu widmen und absolvierte die Leondinger Akademie für Literatur. 2014 publizierte ich mit „Unter dem Apfelbaum“ den ersten Roman, der literarisch die transgenerationale Weitergabe von Traumata veranschaulicht und mit dem Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich prämiert wurde, weitere Publikationen folgten.

Aktuell vertiefe ich die traumasensible Begleitung von Menschen durch die Ausbildung zur Traumapädagogin im UNUM institute, aufbauend auf den Ausbildungen zum Systemischen Coach (1999), zur Cranio Sakral Behandlerin (2010) und zur Schreibtrainerin (2021).